Wer ist eigentlich dieser Pinguin?
Auf der
Suche nach einem geeigneten Maskottchen schrieb Linus Torvalds 1996 einen
Wettbewerb aus, aus dem schließlich der mittlerweile populäre Pinguin „Tux“
hervorging. Der Name wurde von James Hughes in Ableitung von Torvalds’ UniX vorgeschlagen. Ein Grund
für diese Namensgebung ist wahrscheinlich auch der Umstand, dass Pinguine
aussehen, als würden sie einen Smoking (span. Tuxedo) tragen. Am 9. Juli 1996 jedenfalls
stellte Torvalds seinen Tux
als offizielles Maskottchen vor. Am selben Tag veröffentlichte er auch den
Linux-Kernel 2.0. Wenige Monate später gelangte der Tux-Pinguin sogar zu
Hollywood-Ruhm, schließlich wurden sämtliche Computeranimationen des
Titanic-Films auf einem GNU/Linux-System gerechnet. Ab 1997
wurde Linus Torvalds und das Linux-Projekt geradezu mit Auszeichnungen und
Preisen überhäuft. Mit dabei war stets auch das Tux-Maskottchen. 1997 erhielt Torvalds
zunächst den Nokia Foundation Award, gefolgt vom
Lifetime Achievement Award. 1999 verlieh die Kunstwelt den „Prix Ars
Electronica“ in der Kategorie „.net“. Im selben Jahr erhielt Torvalds die
Ehrendoktorwürde der Universität Stockholm und wurde von PC Magazines zur
Person des Jahres erklärt. 2000 ernennt ihn Reader's Digest zum Europäer des
Jahres, 2001 wird er zusammen mit Richard Stallman und Ken Sakamura mit dem Takeda-Preis ausgezeichnet und 2004 folgte der Economist-Award.
Ein Tux als Adabei
Unter der Pinguin-Flagge ging auch im März 1999 die erste Linux-World Expo über die Bühne, eine Art Volljährigkeitsparty für das Linux-Projekt. Fortan hatte GNU/Linux nun auch seine eigene Industriemesse. Aber nicht nur die Auszeichnungen und Erfolge häuften sich an, auch die Zahl der Nutzer wuchs von Jahr zu Jahr an. 1995 gab es bereits 500 000 GNU/Linux-User. Ein Jahr darauf waren es geschätzte 1,5 Millionen, 1997 schon 3,5 und 1998 7,5 Millionen. Laut Linux Professionell gibt es heute rund 45 Millionen GNU/Linux-Nutzer weltweit.